Jugend
Erste Ergebnisse der JIM-Studie 2008 auf der Tagung "Jugend heute" in Stuttgart vorgestellt
Erstmals mehr Computer als Fernsehgeräte bei Jugendlichen
MdL Werner Raab: Jugendlichen musische und Sport-Angebote machen
Zum ersten Mal seit zehn Jahren ist der Anteil der Jugendlichen, die einen eigenen Computer besitzen, mit 71 Prozent deutlich höher, als derjenigen mit einem eigenen Fernsehgerät (61 Prozent). Darüber hinaus steht jedem zweiten Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren ein eigener Internetanschluss zur Verfügung. So lauten erste Ergebnisse der repräsentativen JIM-Studie (Jugend, Information, Multi-Media) 2008 des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest, die im Rahmen der Fachtagung „Jugend heute“ vergangener Woche in Stuttgart vorab veröffentlicht wurden. So werde der Fernseher trotz steigender Ausstattung der Jugendlichen mit Computern sehr regelmäßig genutzt, 89 Prozent sehen mindestens mehrmals die Woche fern.
Um drohendem Bewegungsmangel und Verlust von sozialen Bindungen vorzubeugen, ruft der Ettlinger Landtagsabgeordnete und Sozialpolitiker Werner Raab Eltern und alle in der Erziehung professionell oder ehrenamtlich Tätigen auf, den Jugendlichen sportliche oder musische Aktivitäten anzubieten. „Jede nicht vor dem Bildschirm verbrachte Stunde ist ein Gewinn für die Jugendlichen, ihre Eltern und die ganze Gesellschaft“, so Raab.
Neben ersten Auswertungen aus der JIM-Studie 2008 befasste sich die Tagung „Jugend heute“ mit dem aktuellen Stand der Jugendforschung in Deutschland. Entwicklungen des Medienverhaltens der 12- bis 19- Jährigen aus zehn Jahren JIM-Forschung wurden vorgestellt (die Vorträge sind unter www.mpfs.de abrufbar).
Die kontinuierlich wachsende Bedeutung des Internets für den Alltag der Jugendlichen wird dabei deutlich: 84 Prozent der 12- bis 19-jährigen sind mehrmals die Woche online. Sie nutzen Suchmaschinen, Instant Messenger, E-Mail und Online-Communities. Etwa drei Viertel der Internetnutzer besuchen Online-Communities, 57 Prozent loggen sich mehrmals pro Woche und häufiger ein. Die größte Bedeutung unter Jugendlichen hat schülerVZ, jeder zweite hat diese Community schon einmal besucht.
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