Senioren-Union und Frauen-Union wollen enger kooperieren
Eine Volkspartei wie die CDU dürfe ihre Leitlinien und ihre Prinzipien nicht aufgeben. Auch dafür müssten die Senioren-Union und die Frauen-Union ihre Stimmen erheben. Durchweg auf Zustimmung fiel die Äußerung des baden-württembergischen Innenministers Heribert Rech, der am vergangenen Freitag in Ettlingen unter anderem über "Aktuelles aus der Landespolitik" sprach.
Ob es Zufall war, dass der CDU-Politiker Gemeinsamkeiten der beiden "Unionen" - eben die Stimme zu erheben - gerade bei dieser gut besuchten Veranstaltung besonders hervorhob, ist eher zu bezweifeln. Zumal der Kreisverband der Senioren-Union (SU) und der Kreisverband der Frauen-Union (FU) zum ersten Mal im Landkreis als gemeinsame Veranstalter in Erscheinung traten. "Und es soll nicht die letzte Veranstaltung dieser oder ähnlicher Art gewesen sein", betonten im Gespräch mit den BNN die stellvertretende Vorsitzende der FU, Antje Hein, und ihr Gegenüber Günter Kast, Vorsitzender der SU. Schließlich gehörten die beiden Organisationen der CDU an und wollten auch zusammen ihre Partei unterstützen. Das mit dem "der CDU angehören" sollte allerdings etwas relativiert werden. "Man muss kein CDU-Mitglied sein, um beispielsweise Mitglied bei der Senioren-Union zu sein", stellte die Ettlinger SU-Vorsitzende, Apollonia Modler, richtig. Kast nickte bestätigend und hatte gleich ein Beispiel parat: Bei der SU-Linkenheim seien etwa 75 Prozent keine direkten Mitglieder der CDU.
Durch eine engere Zusammenarbeit, darin eingeschlossen die Junge Union und die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft, sollen nach Auskunft von Hein und Kast alle CDU-Organisationen voneinander profitieren. Und zwar unabhängig davon, dass FU und genauso SU gut aufgestellt seien. Es gehe dabei um "kürzere Wege", um "Vernetzung".
Außerdem ließen sich auf Kreisebene - und das noch gemeinsam - Veranstaltungen bisweilen besser organisieren. Das dürfte vor allem auch auf den beginnenden Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg zutreffen. Aller Voraussicht nach am 27. März 2011, signalisierte Rech, wird über den künftigen Landtag abgestimmt.
(m.f.G.d. BNN)

erste gemeinsame Veranstaltung:
Antje Hein von der Frauen-Union und
Günter Kast von der Senioren-Union
(Foto: Müller)

